Hallo Mädels und Jungs, hallo Einsteiger! hallo

Was sehe ich da? Da hat wer Interesse an unserem schönen Hobby? Nun, vielleicht kann ich Dir näherbringen worauf Du zu Beginn achten solltest. Gemmas an.

Zuallererst fahre zu einem x-beliebigen Modell-Flug-Platz und frage dort höflich, ob Du mal Lehrer-Schüler fliegen darfst. Irgendwer hat sicherlich Zeit für Dich und auch das nötige Equipment bei der Hand. Keine Angst, Modellpiloten beißen nicht. Falls das nicht gleich klappt, schreib einfach eine M@il schreiben, schreib daß Du dich für den Modellflug interessierst und ob Du mal reinschnuppern darfst - wird sicher niemand nein sagen.

Beim Lehrer-Schüler fliegen bekommst Du einen Sender in die Hand gedrückt und darfst dann mit einem Anfängermodell Deine Kreise am Himmel ziehen. So weit, so gut, nur wird Dein Sender mit einem anderen Sender verbunden sein, und diesen anderen Sender hat ein erfahrener Kollege in seinen Händen, welcher neben Dir steht. Von jenem kommen auch Tipps, wie Du dies und das besser machen könntest. Er wird Dir das Modell starten und landen und auch so kann er blitzschnell mit seiner Fernsteuerung das Modell übernehmen falls es Dir doch mal zu heiß wird. Also, Du siehst, es kann überhaupt nix passieren und Du kannst auch nix kaputtmachen. klatschen

Falls Du Dir dann immer noch nicht 100%ig sicher bist ob Du in dieses Hobby einsteigen willst gibt es auch Flugschulen, eine ist sogar in unmittelbarer Nähe zu uns.

Jetzt bist Du Dir sicher, Du willst Modellpilot werden? Ausgezeichnete Entscheidung, gratuliere. Jetzt darfst Du das Antragsformular für einen Beitritt ausfüllen lesen. Das wichtigste ist, daß Du eine Versicherung abschließt. Beim MFG-Reblaus ist der Beitritt automatisch an eine Mitgliedschaft beim Aeroclub und somit auch mit einer Versicherung verbunden.

Auch wenns ein bißchen Geld kostet, so hast Du doch auch einige Vorteile davon:
1. Du kaufst Dir sicher kein Beginner Set von irgendwelchen Versandhäusern und Du kommst auch mit keinem Jet daher, weil Dir davon eingehend abgeraten wird.
2. Du hast einen top-gepflegten Platz zur Verfügung und
3. Du wirst kein Wildflieger. Den Spass, den Du mit den Kollegen am Flugfeld haben wirst kannst sowieso nicht mit Geld kaufen.

So, der nächste Schritt: Deine Grundausstattung. Konzentrieren wir uns auf das einfachere, also den elektrischen Flächenflug. Du wirst dazu brauchen:

einen Sender samt Zubehör. Ui, da gibt es vieles in sehr vielen Kategorien. Schau in Deinem Club womit geflogen wird. Wenn Du mit einem Exotensender daherkommst, kann Dir dann wer beim Programmieren helfen? Im Prinzip reichen ja auch die 3-4 Steuerfunktionen eines Komplettsetsenders, aber eben nur für diesen oder gleichwertige Flieger mit gleichem Empfänger. Sollte Dein nächster Flieger mehrere Funktionen haben, wie zB Wölbklappen, brauchst wieder einen neuen Sender. Und was machst Du dann mit dem "alten"? Den kauft Dir niemand ab. Also lieber gleich etwas hochwertigeres kaufen. Frag einfach in Deinem Club nach, oder gehe zum Modellbauhändler Deines Vertrauens (falls es so einen schon gibt) und lasse Dich beraten über Frequenzen, Hand oder Pult, Mode, Speicher, freie Mischer, scan und dergleichen. Ich selbst bin auch kein Profi und fliege mit einer Graupner MC19, die kann alles was ich brauche und noch um einiges mehr. Den Sender gibt es leider nimmer - aber dessen Nachfolger. Er kostete damals so ca. € 350.- jodesnemma eine kleine Übersicht dazu hier Unterseite "Sender"

ein Ladegerät - am Besten Du steigst gleich in die LiPo Technologie ein. Das ist zur Zeit auch das modernste für das Elektro-fliegen. Du mußt nur einige Grundregeln für die Handhabung der Akkus auf LithiumPolymer (LiPo) Basis beachten. Beachte sie, und Du wirst lange Freude mit Deinen Akkus haben. Oder magst mit Verbrennermotoren beginnen? Dazu brauchst aber trotzdem einen Empfängerakku. Der einfachere Start ins Hobby ist jedoch sicher der elektrische Antrieb.

Ein wenig mehr zu Thema LiPo findest Du hier Unterseite "LiPo"

Akku, Empfänger, und meistens auch Servos, Motor, Mitnehmer, Propeller, alles auf Deinen neuen Flieger abgestimmt.

einen Raum zum Basteln - auch wenn viele Modelle ARF, also almost ready to fly sind, so ganz ohne basteln geht es halt doch nicht.

und natürlich: Deinen ersten Flieger: kauf Dir einen aus Styro und mit Querruder. Am Besten einen langsamen Elektrosegler. Styro deshalb, da dieses Material unwahrscheinlich viel aushält und im Falle eines Falles sogar noch am Flugfeld mit Superkleber wieder repariert werden kann. Außerdem ist der Zusammenbau eines Styrofliegers keine Hexerei. Die Auswahl an Modellen ist mittlerweile riesig geworden. Schau ins Internet, frag Deine Kollegen, Du findest sicher etwas passendes für Dich.

Und jetzt? fliegen, fliegen, fliegen. Bei uns heißt es: "es ist noch jeder Meister vom Himmel gefallen", also laß Dich nicht entmutigen.

Und Du wirst Dich vermutlich auf eine oder zwei Sparten mehr konzentrieren als auf andere, je nachdem was Dir halt mehr Spaß macht. Was darfs denn sein? Thermikflug? oder Seglerschlepp? Oder sagt Dir der Kustflug mehr zu? Vielleicht gar 3D? Oder möchtest mit Helis anfangen? Möchtest an Wettkämpfen teilnehmen oder nur ein Feierabendpilot sein? Möchtest viel Zeit in wunderschöne Scale-Modelle investieren? Alles steht Dir offen. Es gibt auch verschiedene "Führerscheinklassen" die Du machen kannst. Bei manchen Vereinen sind diese Klassenprüfungen sogar Pflicht.

Für die "älteren" Einsteiger. Tu Dir nix an wenn neben Dir am Flugfeld ein 10 jähriger Junge steht und er mit seinem Modell Dir aber sowas von um die Ohren fliegt, daß es nur so pfeift. Es schmerzt, ohne Frage, aber die "Playstation - Generation" hat einen ganz anderen Zugang zur Marterie als wir "älteren". Deren Reflexe sind geschult und zumeist haben sie auch noch die besseren Augen. Dafür müssen wir nicht schon um 8 schlafen gehen und fahren nach dem Fliegen um ein Bierchen, ätschbätsch.

PS. Wußtest Du, daß das Modellfliegen älter ist als die bemannte Luftfahrt? Zuerst kam das Modell, dann erst der manntragende Flieger. Ferngesteuerte Modelle kamen aber erst ab 1950 auf.